Faszinierende Einblicke in die Welt der Wildbienen

„Summ, summ, summ, Biene summ herum!“ – im Mittelpunkt der gemeinsamen Albvereinsveranstaltung der Ortsgruppe Oberkochen und des Fachbereichs Familie standen am 20. Juni jedoch nicht die bekannten Honigbienen, sondern ihre wilden Verwandten: Wildbienen und Hummeln.

Dazu eingeladen war der Hummelexperte Torsten Felgenhauer. Er begrüßte die knapp 20 Teilnehmenden unweit des Treffpunkts in Unterkochen mit vielfältigem Anschauungsmaterial. Auf seinen großformatigen Tafeln konnten verschiedene Wildbienenarten aus nächster Nähe betrachtet werden. Zu jedem Bild wusste Torsten spannende Geschichten und erstaunliche Fakten zu erzählen.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass …

  • eine Hummel mit einem erhobenen Bein signalisiert, dass sie in Ruhe gelassen werden möchte?
  • der Stachel vieler Wildbienen unsere Haut gar nicht durchdringen kann?
  • es sogenannte Kuckuckshummeln gibt, die ihre Eier in fremde Hummelnester legen?
  • Wildbienen und Hummeln auf besuchten Blüten ihren „Käsefußduft“ hinterlassen, an dem ihre Artgenossen erkennen, dass dort kein Nektar mehr zu holen ist?
  • Hummeln schon an kühlen Frühlingstagen unterwegs sind, weil sie sich mit ihren starken Brustmuskeln aufwärmen können?

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus den vielen faszinierenden Geschichten, die Torsten nicht nur erzählte, sondern mit großer Begeisterung auch anschaulich vermittelte. Ein besonderes Highlight für die Kinder war das vorsichtige Streicheln einer Hummelkönigin aus Torstens mobilem Mini-Naturkundemuseum.

Anschließend ging es noch auf die Wiese, um gemeinsam nach Acker-, Erd- und Steinhummeln Ausschau zu halten. Tatsächlich wurden alle drei Arten entdeckt – ein gelungener Abschluss eines ebenso lehrreichen wie kurzweiligen Nachmittags.

Vielen Dank an Torsten Felgenhauer für seinen tollen Einsatz und die zahlreichen neuen Eindrücke aus der Welt der Hummeln und Wildbienen!

Text und Fotos: Michaela Spielmann (Pädagogische Mitarbeiterin)