Song

Onser Song – CD

CD_Cover

CD_Inlay

Wie kommt man auf die Idee und macht ein Mundartlied für die Familien im Schwäbischen Albverein?
Im Nachhinein können wir es nicht mehr ganz nachvollziehen. Der Ursprung liegt wohl im guten Kontakt zu Markus Stricker, dem Bandchef von »Wendrsonn«. Schon dreimal ist die Band in den letzten sieben Jahren bei der Albvereinsjugend Mainhardt aufgetreten. Der erste Gedanke wurde nach so einem erfolgreichen Abend geboren. Wäre es nicht reizvoll, mal ein eigenes Lied für den Schwäbischen Albverein zu machen? Immer wieder haben wir ein bisschen rumgesponnen, aber konkret wurde es wirklicherst als das »Jahr der Familien« beschlossen wurde und wir was Besonderes dafür gesucht haben.
Nie hätte ich gedacht, wie viel Arbeit zwischen dem ersten Gespräch (immerhin im April 2011) und dem Endergebnis (April 2012) liegt. Wie soll das Lied angelegt werden, was muss unbedingt in den Text, soll die Melodie einfach, anspruchsvoll, rockig, ruhig, irisch angehaucht sein? Wie viele CDs lassen wir machen oder soll das Lied nur zum Runterladen ins Internet gestellt werden? Was darf die gesamte Produktion kosten, wann stellen wir es vor und wie wird es vermarktet? Fragen über Fragen; Ideen wurden gesponnen und wieder verworfen; Fakten geklärt, und dann wird Markus mit Material bombardiert. Wichtige Kriterien: Nicht zu viel Anglizismen (sonst gibt es gleich Ärger im Verein), das Lied muss am Lagerfeuer gespielt werden können, das heißt, auch die Musik darf nicht zu schwierig werden. Also eine einfache Melodie, aber doch kein »null acht fünfzehn« Stück.
Alle Achtung, wie Markus das alles mitgemacht hat! Im Januar sitzt er dann mit seiner Gitarre bei mir im Wohnzimmer und spielt die erste Version vor. Die ist schon richtig stark und nach zwei bis drei Mal hören kann ich die Melodie schon mitsummen; dann geht es ans Text-Feilen. Die Mails gehen mehrmals täglich hin und her. Das ist gut – nein, das noch besser – ich will aber die Passage unbedingt drin. Dem Familienbeirat vorgelegt, der dann auch noch Wünsche äußert. Also wieder umschreiben. Das nimmt ganz schön Zeit in Anspruch.
Bei den Aufnahmen im Studio in Wernau darf ich als Zaungast dabei sein. Irre, wenn man das Lied zum ersten Mal mit der Band hört. Die Aufnahmen gehen über den ganzen Tag. Zuerst spielt die Band das Lied ein, dann kommt Klaus mit der Geige, danach muss Biggi nochmals singen. Und einer ist immer unzufrieden, vor allem Ove ist extrem kritisch. Ist schon unglaublich professionell, das Ganze. Die hören Sachen, da steht bei mir nur ein großes Fragezeichen auf der Stirn. Jetzt wird die Zeit immer knapper.
Wie sollen das Cover und das Inlay zur CD aussehen? Erste Entwürfe kommen von Markus. Er hätte gerne Kinder drauf. Also ist Fotoshooting angesagt. Rundruf bei den Mainhardter Kids, beim ersten Termin regnet es, beim zweiten haben nicht alle Zeit. Dann werden Fotos ohne Ende geschossen: hüpft mal hoch, mehr lachen, nicht kaspern, schaut in die Kamera… Das war ungefähr wie Flöhe hüten, aber trotzdem ganz lustig. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auch wenn wir nicht ein Bild genommen haben, sondern eine Collage aus den Bildern gemacht haben. Weil: Richtig perfekt war ja kein Bild auf Anhieb. Dem Studio den Auftrag erteilen und warten. Zwei Wochen vor dem Landesfest treffen die CDs ein und werden wie ein Geheimnis gehütet. Die CD gibt es erst zur Premiere des Liedes am Landesfest.
Endlich das Konzert am Samstagnachmittag (am 12.5.12)! Das Lied kommt super gut beim Publikum an, die ersten 100 CDs gehen weg wie warme Semmeln. Fünf Lieder sind auf der CD, außer »Lust auf Abenteuer« sind noch weitere vier Lieder von Wendrsonn mit drauf. Die CD kann für 5,00 Euro bei der Jugend- und Familiengeschäftsstelle bestellt werden.
Und uns bleibt nur eines zu sagen: Vielen, vielen Dank Markus für deine Mühe, deinen Zeitaufwand und dein irres Engagement. Und dies alles »ehrenamtlich«.

Verfasser: Heidi Müller

Video „Vorstellung des Songs beim Landesfest in Bad Friedrichshall am 15. Mai 2012“