Auf den Spuren des Bibers – Familienexkursion im Fehlatal

Nicht alle sind glücklich darüber, dass der Biber in unserer Region wieder heimisch geworden ist. Nagt er doch nicht nur Bäume und Sträucher an, sondern untergräbt auch Grundstücke und Wiesen. Dass er aber auch sehr nützlich für den Naturschutz sein kann, das haben acht Kinder und 20 Erwachsene unlängst bei einem Rundgang an der Fehla erfahren.

Der Schwäbische Albverein und der NUV Veringenstadt hatten am 6. März 2016 zur Bibersuche eingeladen. Die Biberwanderung ist auf Initiative der pädagogischen Mitarbeiterin Klara Hönisch zur Förderung der Familienarbeit entstanden.

Da der Biber überwiegend nachtaktiv ist, war es unwahrscheinlich, einen Biber zu sehen zu bekommen. Deshalb hatte der ehrenamtliche Biberbeauftragte, Peter Knaus, einen ausgestopften Biber dabei.

Der Biber ist ein ganz besonderes Tier:

Die Teilnehmer erfuhren, dass ein ausgewachsener Biber 30 kg auf die Waage bringen und bis zu 1,30 Meter lang werden kann. Er hält keinen Winterschlaf, sondern lässt es bei sehr kalten Temperaturen etwas ruhiger angehen. Einmal im Jahr bringt die Biberfrau bis zu drei Junge zur Welt, die zwei Jahre lang innerhalb der Familie bleiben.

Wer das Fehlatal kennt, weiß, dass das Flüsschen sich mäandernd durch das Tal schlängelt. Mittlerweile sieht man wunderbare Seenlandschaften, die der Biber geschaffen hat. Er ist sehr anspruchslos und gestaltet seine Landschaft so, wie er sie braucht.

Lieber als zu Fuß bewegt er sich schwimmend oder tauchend zu seinen Futterplätzen. Die Voraussetzungen dafür schafft er durch seine unermüdliche Arbeit: So baut er aus abgenagten Ästen, Zweigen und Pflanzenstängeln Dämme. In dem Geäst verfängt sich Laub und anderes Feinmaterial. Trotz Abdichtung durch Schlamm bleiben die Dämme wasserdurchlässig und wirken dadurch wie Filter, die das Wasser reinigen. Das aufgestaute Wasser überflutet die Wiesen und legt damit den Grundstein für eine vielfältige Flora und Fauna. Auch die angenagten und abgestorbenen Bäume bieten vielen Lebewesen neuen Lebensraum.

Nach den aufschlussreichen Informationen des Biberbeauftragen fand der Tag bei einem gemeinsamen Wintergrillen einen gemütlichen Ausklang.

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Über swaechter

Ich bin freie Journalistin und also solche für die Pressearbeit des Albvereins/Gesamtverein zuständig. Zur Pressearbeit beim Schwäbischen Albverein gehört beispielsweise die Erstellung von Pressemitteilungen und Texten, die Fotobeschaffung, die redaktionelle Arbeit für die Homepage, die Berichterstattung über vereinsinterne Veranstaltungen und Informationsforen, die Zusammenstellung von Presseunterlagen, die Realisierung von Presseterminen und Pressekonferenzen und die Entwicklung von Presseplänen über das Jahr. Außerdem arbeite ich punktuell für verschiedene Verlage als Redakteurin. Weiterhin mache ich projektbezogene Pressearbeit für Unternehmen, Messen sowie Vereine und Verbände. Meine Schwerpunkte sind Umwelt, Naturschutz, Gesundheit, Tourismus, aber auch Facility Management und Kommunaltechnik.